Suppenkultur - Interessantes zum Thema Suppe

Die Bedeutung von Suppe

Der Begriff Suppe ist bereits sehr alt und hat viele ähnliche Varianten. Eigentlich bedeutet "Supp" soviel wie schlürfen, trinken bzw. saufen und kommt in allen europäischen Sprachen vor. Auch die romanischen Sprachen haben es aus den germanischen Sprachen übernommen. Auf spanisch und portugiesisch heißt das flüssige Essen "Sopa", auf französisch "Soupe" oder "Zuppa" auf italienisch. Sehr ähnlich ist auch die englische "Soup".

Die Geschichte der Suppe

Geburtsstunde der Suppe (die Steinzeit)

Bereits in der Steinzeit wurden breiartige Speisen in Säcken über dem Feuer zubereitet. Man geht davon aus, dass diese Speisen als Beginn der modernen Suppe gelten.

Tongefäße revolutionieren die Kochkünste (9000 - 6000 v.Chr.)

Es wurden Tongefäße erfunden und damit konnten eine Vielzahl neuer Speisen zubereitet werden. In den festen Gefäßen wurden in Mesopotamien die ersten komplizierten Suppenkreationen gekocht. Hierbei kamen verschiedene Getreide- und Gemüsesorten zum Einsatz.

Die Suppe geht auf Reisen (5000 - 500 v.Chr.)

Suppenspeisen verbreiteten sich vom Zweistromland nach Ägypten über Griechenland und gelangten schließlich auch nach Mitteleuropa. Funde erster Suppenteller aus Holz und Stein werden auf circa 5000 v.Chr. datiert. Gegen 1000-500 v. Chr. haben Suppen auch einen hohen Stellwert im Römischen Reich und fanden in weiten Teilen Europas den Einzug. Zu dieser Zeit wurden Suppen bereits mit Hilfe von Esswerkzeug verspeist und nicht mehr nur mit bloßen Händen - na dann guten Appetit!

Eine dicke Morgensuppe ist die erste Wahl (Mittelalter)

Anfänglich wurde die Suppe aus geschrottetem Getreide und Salzwasser zubereitet und als Frühstück gereicht. Diese warme Morgensuppe gab Kraft für den langen Arbeitstag und ernährte Ritter, Römer, Bauern über Jahrtausende.

Nein, meine Suppe ess ich nicht! Oder jetzt doch? (1600 - 1800 n.Chr.)

Was bisher eher ein Essen des Pöbels war, wandelte sich zur Mahlzeit der feinen Gesellschaft. Am Anfang noch Festessen kastilischer Bauern, danach Familienessen der Bourbonen und Habsburger. Der soziale Aufstieg der Suppe nahm seinen Anfang und lief Hand in Hand höfischer Prachtentfaltung. Ein tolles Beispiel ist die mächtige "spanische Suppe" oder "Olla podrida", auch zärtlich "Olla" oder "Oille" genannt. Dabei handelt es sich im Grunde um einen Eintopf aus verschiedenen Fleischsorten, vielerlei Geflügel und Gemüse. Alles wurde in einen riesen Topf geworfen und zusammen auf den Punkt gegart. Das Ganze war dann so für ein Minimum von 30 Personen bestimmt.

Die Suppe wird durchsichtig (1800 - 1900 n.Chr.)

Mit der Zeit wurden auch weniger opulente Suppen gekocht. Verfeinert mit Geflügel, Wild und importierten Gewürzen wurde die Suppe zur Delikatesse. Es entwickelten sich klare Suppen und Bouillons. Vor Allem in der französischen Küche wurden dabei viele ausgefeilte Süppchen gekocht. Dies führte auch zur Unterscheidung von klaren und gebundenen Suppen.

Die Suppe wird schneller und günstiger (1900 - 1960)

Mit der Industrialisierung wandelt sich auch wiedereinmal das Bild der Suppe. Um die Jahrhundertwende werden die Vorreiter der Instantsuppen erfunden. Justus von Liebig, Johann Heinrich Grünebergs Erbswurst und Maggis Leguminosensuppe haben dabei wohl den entscheidenden Beitrag zu dem kostengünstigen Fertiggericht geleistet. Dies führte dazu, dass Suppen vor allem bei der Versorgung der Arbeiterfamilien und in der Nachkriegszeit eine sehr wichtige Rolle spielten.

Suppen essen liegt im Trend, Suppenbars entstehen (1960 - bis heute)

Suppen sind mittlerweile Sinnbild einer kreativen und qualitätsbewussten Esskultur. Entweder als delikate Vorspeise, schmackhaftes Hauptgericht oder schnelle Zwischenmahlzeit - Suppen sind fester Bestandteil der Ernährung, egal ob in Deutschland oder in anderen Ländern. In Deutschland liegt der jährliche pro Kopf Verzehr bei über 100 Teller Suppe und über die Hälfte davon wird industriell hergestellt. Und noch etwas ist erstaunlich. Anfänglich noch ein Phänomen in den USA, mittlerweile sind sie auch in den Städten Europas vertreten - die Suppenbars. Dabei handelt es sich i.d.R. um kleine Restaurants, die ausschließlich Suppengerichte anbieten. Eine Liste deutscher Suppenbars haben wir ebenfalls für Sie zusammengestellt - Suppenbars in Deutschland.

Egal ob selbst gemacht, Fertigsuppen oder als Gericht in Suppenbars - Suppen sind gesund, schmackhaft und lassen sich immer wieder neu erfinden! Einfach ein tolles Gericht.

Quellen:
Deutsches Suppeninstitut im Verband der Suppenindustrie e.V., Bonn- http://www.suppeninstitut.de
Wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Suppe
Nestle Deutschland AG - http://presse.nestle.de/presseinfo/maggi_336/?kid=3

Wie viele Suppen gibt es eigentlich?

Es gibt genau 1325 Suppen und keine Einzige mehr.
Nein, das stimmt natürlich nicht. Wir denken, dass es wohl kaum möglich ist, alle Suppen auf der Welt zu kategorisieren und eine exakte Zahl aller verschiedenen Suppen zu ermitteln. Im internationalen Küchen-Lexikon gibt es mittlerweile 1430 Suppen, wobei noch über 1000 Suppen aus chinesischen Provinzen dazukommen.

(Quelle: Deutsches Suppeninstitut im Verband der Suppenindustrie e.V., Bonn- http://www.suppeninstitut.de)

Wo gibt es die teuerste Suppe der Welt?

London hat einen neuen Superlativ: In Englands Metropole gibt es die teuerste Suppe der Welt. Der Teller kostet 108 Pfund - umgerechnet knapp 160 Euro - und wird im "Kai" im noblen Stadtteil Mayfair serviert. "Buddha Jumps Over the Wall" muß fünf Tage im Voraus bestellt werden, die Kochzeit beträgt mehr als 20 Stunden. So teuer sei der Teller Suppe gar nicht, sagt der Wirt des Chinalokals, Bernard Yeoh. Wer die Zutaten Abalone, Haifischmagen, Seegurke und Hian-Schinken selbst kaufe, zahle dafür genauso viel"

(Quelle: Hamburger Abendblatt - http://www.abendblatt.de/reise/article332818/Teuerste-Suppe-der-Welt.html)

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