Herkunft

Der Oregano ist eines der wichtigsten mediterranen Pflanzen, die heute von unserem Speiseplan nicht mehr wegzudenken ist. Seinen Ursprung hat das Kraut in den Mittelmeerregionen, ist aber auch weltweit verbreitet. Die heimische Form des Oreganos ist der sogenannte Dost, der problemlos auch sehr kalte Winter übersteht. Der Oregano ist jedoch eine sehr empfindliche Pflanze, Sorten aus dem Mittelmeer überleben den Winter oft nicht und sterben ab. Zudem ist, was hier als echter Oregano angeboten wird, oft der heimische Dost. Im Aroma unterscheiden sich die beiden Pflanzen jedoch ein wenig. Das Oreganokraut ist, vor allem in sehr warmen Sommern, deutlich intensiver und aromatischer im Geschmack. Der Dost hingegen hat ein milderes Aroma, ist dafür an unsere klimatischen Bedingungen deutlich besser angepasst.

Art

Die Gattung "Dost" zu der die Oregano-Arten gehören, ist sehr überschaubar. Es gibt nicht einmal 100 verschiedene Arten, die wild vorkommen. Außerdem gibt es jedoch noch einige Kulturformen, wie den Goldoregano, der grün-gelbe bis gelbe Blätter hat. Zusätzlich zu den wilden Formen, die mittlerweile, wie der Dost, ebenfalls kultiviert werden, kommen noch zahlreiche weitere Hybride, die jedoch ein mehr oder weniger intensives Aroma haben. Vor allem, wenn Sorten in Richtung einer bestimmten Optik gezüchtet wurden, geht dies häufig zulasten des Geschmacks. Wer daher auf Geschmack achtet und einen Oregano im Garten haben möchte, sollte sich eher den ursprünglicheren Formen zuwenden. Wer allerdings einen weniger intensiven Geschmack möchte, der kann auch eine der gezüchteten Hybriden verwenden, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuen. Aus diesem Grund werden immer häufiger auch Hybridformen in die Liste der vorkommenden Arten aufgenommen. Das hat auch den Hintergrund, dass zunehmend Kulturformen in die freie Wildbahn gelangen und dort verwildern. Vor allem in Regionen, wo das Klima passt, hat der Oregano damit generell kein Problem und bevölkert häufig sehr magere Standorte.

Verwendung

Der Oregano ist, obwohl er als Küchenkraut nicht mehr wegzudenken ist, sehr vielseitig verwendbar. Im Garten, vor allem an sehr mageren und trockenen Standorten, gedeiht er sehr gut. In der vollen Sonne gelangt er dann zu Blüte und bietet Insekten ein reiches Futterangebot. Nicht selten tummeln sich auf einem blühenden Strauch, der je nach Art und Standort bis zu einem Meter hoch werden kann, auch zahlreiche Schmetterlinge, für die er ebenfalls ein reiches Nektarangebot hat. Unverzichtbar ist der Oregano allerdings in der Küche. Keine Pizza kommt ohne das Gewürz aus und ist auch Teil von vielen Gewürzmischungen in Kombination mit anderen italienischen Kräutern. Verwendet wird der Oregano nicht nur für pikante Gerichte, er kann etwa auch dazu verwendet werden, um sehr fein vermahlen Süßspeisen zu aromatisieren. Vor allem dieses Spiel mit süßer und pikanter Note regt die Geschmacksnerven an und sorgt für einen unvergleichlichen Genuss. Hier können Hobbyköche durchaus auch einmal kreativ werden. Sogar zu Sirup lässt sich der Dost verarbeiten.

Wirkung auf Gesundheit

Der Sirup ist nicht nur in der Küche ein besonderes Würzmittel, sondern kann etwa bei Kindern, wenn sie erkältet sind, verwendet werden. Mit warmem Wasser aufgegossen ist er eine Alternative zu Tee, den Kinder meist nicht so gerne trinken. Verwendet kann der Oregano gemeinsam mit typischen Erkältungskräutern wie Thymian oder Spitzwegerich werden unter anderem um als Erkältungstee aufgebrüht zu werden. Besonders wichtig ist der Oregano auch für die Verdauung, den er bringt diese richtig in Schwung. Daher wäre es wichtig bereits vor einem opulenten Mahl etwas mit Oregano zu sich zu nehmen. Dies kann beispielsweise auch in Form eines Aperitifs sein, wo Oreganokraut und andere, die Verdauung fördernde Kräuter, enthalten sind. Dem Oreganokraut werden auch belebende Eigenschaften nachgesagt. Er soll den Kreislauf wieder ankurbeln und neue Energie geben, weshalb er gerne in den unterschiedlichsten Formen zu sich genommen wird.