Die aromatische und heilende Petersilie, Petroselinum crispum, zählt zu den beliebtesten Küchenkräutern und ist als Gewürz vielseitig verwendbar.

Herkunft und Historie

Das Universalkraut schlechthin stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Heute schätzen wir die Petersilie, weil sie nicht nur die notwendige Würznote für das Gelingen des Gerichts, sondern zusätzlich eine Menge an wichtigen und wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen liefert. Über die Kraft der Pflanze wusste man aber schon im antiken Griechenland Bescheid. Das Kraut wurde im alten Griechenland höchstwahrscheinlich nicht als Küchengewürz verwendet. Es gibt darüber nämlich keine Hinweise oder Aufzeichnungen, dennoch wurde die Pflanze als heilig verehrt. Kränze, die aus dem Küchenkraut geflochten waren, waren ein Symbol für Kraft und wurden nach Wettkämpfen dem Sieger überreicht. Gleichzeitig wurde damals der Petersilie eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Anders war es im alten Rom. Dort wurde die Petersilie als Heil- und Gewürzpflanze verehrt, die vor allem bei Trunkenheit helfen sollte. Im Mittelalter, der grausamen Zeit der Hexenverbrennungen, wurde die Pflanze als Hexenkraut bezeichnet. Interessant im Mittelalter war, dass den Blättern und der Wurzel unterschiedliche Wirkungen nachgesagt wurden. Bei mittelalterlichen Hochzeiten wurden die getrockneten Blätter verbrannt und brachten dem Brautpaar Glück. Die Wurzel wurde zu Salben und Tinkturen verarbeitet und sollte für ein aktives Liebesleben sorgen. Die Samen der Pflanzen bekamen schnell den Beinamen Abtreibungssamen, weil sich die Prostituierten in den Bordellen die abortive Wirkung zunutze machten.

Arten

Beim Küchenkraut werden vier Arten unterschieden:

  • Blattpetersilie, auch glatte Petersilie genannt
  • Japanische Petersilie
  • Wurzelpetersilie
  • Krause Petersilie

Die Wurzelpetersilie ist eine Unterart der Petersilie und die Blätter von der Japanischen Petersilie haben ein nicht so intensives Aroma. Sie können die Blätter und die Stängel in der Küche verwenden. Die Blätter des Küchenkrautes haben einen intensiven, süßlich-scharfen Geschmack. Da die Stängel nicht über einen so intensiven Geschmack wie die Blätter verfügen, spielen sie in der Küche nur eine untergeordnete Rolle und werden in den meisten Fällen entsorgt. Die glatten Blätter verfügen über einen intensiveren Geschmack als die krausen Blätter. Die krause Petersilie wird deshalb eher als attraktive Dekoration verwendet.

Verwendung

Das Küchenkraut kann frisch, gefroren oder getrocknet verwendet werden. Das Universalkraut ist nicht nur vielseitig verwendbar, sondern auch ein wahrer Teamplayer. Das Küchengewürz harmoniert gut mit Schnittlauch, Dill, Melisse und Kerbel. Die fein geschnittenen Blätter, frisch oder getrocknet, runden Kartoffelgerichte, Eintöpfe, Bouillon, Saucen, Salate, Mayonnaisen, Joghurt- und Quarkgerichte, Gemüsespeisen und Fisch- sowie Fleischgerichte mit ihrem würzigen Aroma ab.

Das Bouquet garni wird zum Aromatisieren von Bouillon, aber auch von dickflüssigen Suppen, Schmorgerichten und Eintöpfen mitgekocht und erst kurz vor dem Servieren entfernt. Dieses Kräutersträußchen besteht traditionell aus Petersilie, Thymian und Lorbeer.

Wirkung auf die Gesundheit

Das Kraut besitzt wertvolle Inhaltsstoffe, die über die Speisen in Ihren Körper gelangen. Die Blätter enthalten viele Vitamine, allen voran Vitamin C, Spurenelemente, ätherische Öle und Mineralstoffe. Erwähnenswert ist der Anteil von Mangan, Eisen, Phosphor, Kalzium, Kalium, Schwefel und Magnesium. Bereits Hildegard von Bingen schätzte die harnfördernde und blutdrucksenkende Wirkung. Das Küchenkraut kommt in der Pflanzenheilkunde bei Ohren- und Lebererkrankungen, bei Menstruationsbeschweren, bei Rheuma und bei Kreislaufproblemen zur Anwendung. Sie sollten die Inhaltsstoffe der kleinen grünen Blätter nicht unterschätzen. Petersilienblätter können Ihnen bei Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl, Verdauungsproblemen und Erschöpfung helfen und stärken Ihre Knochen und Zähne. Bei regelmäßiger Verwendung wirkt sich die Heilpflanze positiv auf den Cholesterinspiegel aus, kräftigt das Herz und beugt Nieren- und Blasensteinen vor. Die in den Blättern enthaltenen ätherischen Öle bringen Ihnen Linderung nach Insektenstichen. Zerreiben Sie ein paar Blätter und legen Sie diese auf die betroffene Körperstelle.

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