Herkunft & Historie

Die Verwendung von Thymian geht zurück auf das alte Griechenland. Der Name leitet sich vom altgriechischen Wort "thyo" ab, was so viel bedeutet wie "Opfer für die Götter". Das aromatische Kraut hatte vor allem in der zeremoniellen Anwendung einen hohen Stellenwert und wurde häufig als Ersatz für den teuren Weihrauch verwendet. Weltweit gibt es unterschiedliche Thymian-Arten, die vor allem in einem waren Klima sehr gut gedeihen. Daher ist es nicht überraschend, dass das Kraut im warmen Griechenland auch sehr viel genutzt wurde. Wenn es warm ist, dann entwickelt die Pflanze einen sehr hohen Gehalt an stark duftenden Ätherischen Ölen, die seinen einzigartigen Geschmack ausmachen.

Art

Weltweit gibt es bereits mehrere Hundert natürlich vorkommende Arten vom Thymianen. Das aromatische Kraut hat damit fast die ganze Welt bevölkert und wird auch in vielen Ländern verwendet. Zu den zahlreichen wild vorkommenden Arten von Thymian kommen noch viele Kulturformen hinzu. Neben Thymus vulgaris, der üblicherweise als Küchenkraut verwendet wird, gibt es beispielsweise noch den Zitronenthymian. Dabei handelt es sich unter anderem um eine Kulturhybride die bewusst auf das zitronige Aroma gezüchtet wurde. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche weitere Kultursorten, die besondere Aromen haben und etwa nach Pilz schmecken. Es gibt aber auch Thymian-Sorten, die in eine ganz bestimmte Richtung gezüchtet wurden, nämlich auf ihre Optik hin. Daher zeigen sich einige Sorten auch mit sehr hübschen Blättern in unterschiedlichen Farben. Obwohl der Thymian weltweit verbreitet ist, wächst nicht jede Art überall. Vor allem sehr Wärme liebende Arten haben es in Mitteleuropa mit einem sehr kühlen Klima im Winter oft schwer und können dann absterben, wenn sie nicht geschützt überwintert werden. Allerdings gibt es hier wiederum heimische Arten, die auch den Winter problemlos überstehen.

Verwendung

Der Thymian wird sehr vielseitig und sogar als Zierpflanze verwendet. Er ist ideal an trockene Standorte angepasst, weshalb er sich für die Begrünung in Steingärten eignet. Seine Blüten sind beliebte Futterpflanzen bei Bienen und anderen Nektar suchenden Insekten. Der Thymian kann die Gesundheit positiv beeinflussen, er ist aber vor allem in der Küche nicht mehr als Gewürz wegzudenken. Egal ob es sich um Thymian für die Suppe handelt oder das Kraut für andere Gerichte verwendet wird, bei fast allen pikanten Speisen wird er verwendet. Aus dem Thymian lässt sich sogar ein Sirup zubereiten mit dem später auch Süßspeisen wie einem Dessert mit Eis ein besonderes Aroma verliehen werden kann. Der Vorteil von dem Kraut ist die Vielseitigkeit, denn bereits kleine Mengen können ein Gericht verfeinern. Unverzichtbar ist das Kraut als Gewürz bei mediterranen Gerichten. Die Ätherischen Öle sorgen in diesem Fall für einen zusätzlichen Kick, der oft sogar die Geister belebt. Die ursprüngliche Verwendung von Thymian, als Räucherpflanze, ist ebenfalls bis heute erhalten geblieben. Beim Verräuchern erfüllt wiederum das Kraut einen Raum mit seinem aromatischen Duft und wirkt sich positiv auf die Stimmung aus.

Wirkung auf Gesundheit

Das Thymiankraut wird auch vielseitig bei gesundheitlichen Beschwerden eingesetzt. Vor allem bei Erkältungen oder Entzündungen etwa im Mund und Rachenraum soll es sich positiv auswirken. In der Volksmedizin wird das Kraut sogar dafür verwendet einen Sirup bei Erkältungen anzusetzen, der bei Einnahme helfen soll, den Schleim zu lösen. Natürlich kann das Kraut auch als Tee aufgebrüht bei Erkältungen verwendet werden. Bei einem Essen, vor allem bei sehr fettreichen Speisen, sollte ebenfalls nicht auf das Gewürz verzichtet werden. Es sorgt nicht nur für einen guten Geschmack, sondert fördert auch die Verdauung. Daher wird der Thymian häufig auch in der Volksmedizin bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Er wird in den unterschiedlichsten Formen verwendet, am intensivsten ist der Geruch jedoch vom getrockneten Kraut. Zwar kann das Kraut auch frisch verwendet werden, am meisten Nutzen bietet jedoch der getrocknete Thymian.